Vertrauen hat immer nur der, der von Erfahrenem redet. (Hermann Hesse)
   
   
   
   

 


Weiterbildungszyklus
"Körperbezogene Psychotherapie auf den Punkt gebracht!" 

Seminar 1: Do. 06. Oktober 2016 – So. 09. Oktober 2016
von 10.00 Uhr am Do. - 15.30 Uhr am So.
Seminar 2: Do. 06. April 2017 – So. 09. April 2017
von 10.00 Uhr am Do. bis 15.30 Uhr am So.
Seminar 3: Do. 05. Oktober 2017 – So. 08. Oktober 2017
von 10.00 Uhr am Do. bis 15.30 Uhr am So.

 

Die psychosozialen Grundbedürfnisse haben sich als dauernd wirksame
Motivationen über das ganze Leben hinweg herausgestellt. Sind mehrere
Grundbedürfnisse unerfüllt, beginnen Kompensationsversuche. Gerät die Bilanz
der Befriedigung der Grundbedürfnisse insgesamt zu schlecht, entwickeln wir
Symptome (Psychische Krankheit als Mangelerscheinung). Eigentlich hat aber
jeder von uns um mindestens eines der Grundbedürfnisse (nach
Nähe/emotionaler Offenheit, Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität, nach
Wohlbehagen/Lust, Sinn/Spiritualität) herum entbehrungsreiche oder
traumatische Erfahrungen gemacht. Dies führt zu mancherlei Ängsten, zu
Abwehrhaltungen, Vermeidungsstrategien und Konsequenzen in der Beziehungs-
und Lebensgestaltung. Die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse
zeigen die hohe therapeutische Wirksamkeit der erlebnisaktiven
Bewusstwerdung des jeweiligen inneren Konflikts in der Verbindung mit neuen,
guten Erfahrungen im Bereich der Grundbedürfnisse.

Im ersten Kurs dieses Weiterbildungszyklus möchte ich deshalb zum einen
vermitteln, wie man den wunden Punkt und den dahinter liegenden Konflikt
(“ich wünsche mir und habe Angst vor...”, “ich will und kann nicht...”) in
der Therapie psychodynamisch ansteuern und wie der Raum für heilsame
Erfahrungen hergestellt werden kann. Zum anderen ist es mir ein Anliegen,
daß jeder der TeilnehmerInnen auch seinen eigenen inneren Bedürfniskonflikt
gut balancieren und neue Perspektiven für seine Beziehungen und sein Leben
entdecken kann.

Im zweiten Seminar möchte ich die Auswirkungen der Bedürfniskonflikte auf
die Beziehungsgestaltung erläutern, und zeigen, wie man diese
Beziehungsgestaltung in der therapeutischen Arbeit erfassen und bearbeiten
kann. Denn wenn die Beziehungsmuster dysfunktional sind, bestätigen wir uns
laufend in unseren Grundängsten. Die Herzensbindung und wie diese
beeinträchtigt, verhindert oder wieder eröffnet werden kann, soll auch zum
Thema dieses Seminares werden.

Auf unserem eigenen Weg und den unvermeidlichen Krisen haben wir Ressourcen,
Potenziale, vielleicht transpersonale Räume, aber auch Begrenzungen
entdeckt. Auch ohne dies explizit zu machen, geben wir damit Erfahrung,
Hoffnung, manchmal vielleicht auch Resignation weiter. Die so bedeutende,
innere Haltung des Therapeuten wird von mir als ein Zusammenfliessen von
abgesicherten therapeutischen Wirkfaktoren (Achtsamkeit,
erlebnisaktivierende Haltung, Mitgefühl, usw.) und den Stärken vermittelt,
die wir auf unserem eigenen Seelenweg entwickelt haben und immer weiter
entwickeln können.

Kaum ein Mensch fühlt sich wirklich liebenswert, weshalb im dritten Seminar
neben den anderen Bedürfniskonflikten insbesondere der Selbstwertkonflikt
und dessen Bearbeitung in den Vordergrund gerückt werden. Auch Techniken zur
Verbesserung der Selbstwahrnehmung, Affektregulierung, Vertiefung,
Mentalisierung und Ichstärkung werden wesentlich sein.
Von den Charakterstilen bzw. Biostrategien werden uns in diesem Zyklus vor
allem die Strategien beschäftigen, die mit dem Selbstwertgefühl zu tun
haben: die narzisstische Strategie, mit der man ein anderer sein will als
man ist, und die rigiden Strategien (phallisch/hysterisch oder
unermüdlich/übergründlich bzw. expressiv/anklammernd), in denen man
versucht, mehr zu sein als man ist, um doch noch geliebt zu werden.

Auf dem Hintergrund meiner über 20-jährigen Lehrtätigkeit für das Hakomi
Institute of Europe (1985-2005), Dozententätigkeit für verschiedene
Ausbildungsinstitute (Wendepunkt im Allgäu, Wieslocher Institut für
systemische Lösungen, Süddeutsche Akademie für Psychotherapie, usw.), meiner
Supervisionstätigkeit im klinischen Bereich und der Integration von
besonders wirksamen, erlebnisaktivierenden Interventionen sind diese drei
Kurse eine Gelegenheit, körperbezogene Psychotherapie auf einem hohen Niveau
kennenzulernen, zu vertiefen und zu üben.

 

Weiterbildungsleitung: Martin Schulmeister

Weiterbildungsgebühr: Euro 1490,--.
Die Übernachtung im Schlafsaal des Seminarhauses mit Küchenbenutzung ist kostenlos!

Der Weiterbildungszyklus kann nur als Gesamtes (3 Einheiten) belegt werden!
Zertifikat: Der Weiterbildungszyklus schließt mit einem Zertifikat ab. Die  Weiterbildungsreihe wird sich um jeweils ein Jahr verlängern. Werden  dann Plätze frei, so können diese neu vergeben werden.

Veranstaltungsort: Wendepunkt-Seminarhaus Ratzenried

-> Hier geht es zur Anmeldung. 

Wege zur persönlichen und beruflichen Entfaltung ... | Wendepunkt | Zentrum für Tanz & Therapie | Tel: 07522/909426 | info@die-tanztherapie.de
Unsere Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefe Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich,
dass ich leuchtend, hinreisend, begnadet und phantastisch sein darf?
Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren,
um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jeden Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis das selbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.

(Marianne Williamson)